Industrie CC

Industrie & Gewerbe / Handel / Dienstleistungen

Im Bereich Industrie & Gewerbe/Handel/Dienstleistungen stehen Effizienz und Innovation im Mittelpunkt. Die Industrie war im Jahr 2013 mit 188 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente für knapp 20 Prozent der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Darin enthalten sind die Emissionen aus Verbrennungsprozessen in der Industrie sowie aus der Eigenstromversorgung des produzierenden Gewerbes und die Emissionen aus gewerblichen und industriellen Prozessen (Produktion und Produktverwendung, unter anderem auch von fluorierten Treibhausgasen, den sogenannten F-Gasen). Auf den Sektor GHD entfielen 2013 rund 42 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, wobei hier etwa die Hälfte des Endenergieverbrauchs dazu dient, Raumwärme zu erzeugen und bei den Gebäuden anfällt.

Potenziale
Seit 1990 sind die Treibhausgasemissionen in der Industrie um 95 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (33 Prozent) gesunken. Abgesehen von konjunkturbedingten Schwankungen hat sich seit 2002 an diesem Stand nichts mehr geändert. Von 1990 bis 2013 sind die Treibhausgasemissionen im Sektor GHD um rund 46 Prozent zurückgegangen. Es bestehen im Bereich Industrie & Gewerbe/Handel/Dienstleistungen noch erhebliche technisch-wirtschaftliche Minderungspotenziale.

Herausforderungen & Transformative Pfade
Wesentliche Herausforderungen sind:

  • Welche Rahmenbedingungen werden benötigt, um Innovationen, sinnvolle Technologiewechsel und Substitutionsprozesse anzustoßen?
  • Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um die erheblichen Energieeffizienzpotenziale zu heben?
  • Welche Rolle hat der Emissionshandel bei der weitgehenden Klimaneutralität der Industrie?
  • Welche Rolle kann und sollte Carbon Capture and Storage (CCS) bei der Vermeidung von Prozessemissionen (Stahl, Zement, Kalk, Grundstoffchemie) spielen?
  • Welche Rahmenbedingungen ermöglichen es Unternehmen und Investoren, sich strategisch auf die Vermeidung von Klimarisiken einzustellen?