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Gebäude

Die direkten Emissionen im Sektor Haushalte sowie im Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD – auch als „Kleinverbrauch“ bezeichnet) entstehen vor allem im Bereich Gebäude durch den Bedarf an Raumwärme und Warmwasser. Bis 2050 muss der Energieverbrauch der Gebäude weiter gesenkt und gleichzeitig der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben werden.

Potenziale
Von 1990 bis 2013 sind die direkten Emissionen im Sektor Haushalte bereits von 131 auf 104 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (d.h. um rund 20 Prozent) zurückgegangen. Durch zusätzliche Maßnahmen können hier weitere Minderungsleistungen erbracht werden, etwa durch eine zielgerichtete Förderung energetisch anspruchsvoller Gebäudesanierungen und dem weiter verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Auch mit der Umsetzung von „Quartierskonzepten“ im Rahmen der energetischen Stadtsanierung können zusätzliche Minderungspotenziale identifiziert und erschlossen werden. Zudem bestehen im Haushaltssektor, wie auch im Bereich GHD, Spielräume für Maßnahmen zur Stromeinsparung, die die Emissionsminderung im Bereich der Energiewirtschaft unterstützen.

Herausforderungen & Transformative Pfade
Wesentliche Herausforderungen sind:

  • Welche Effizienzsteigerungen können wir im Gebäudebereich langfristig sozialverträglich erzielen?
  • Welchen Anteil erneuerbarer Wärme benötigen wir für das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes?
  • Wie kann eine klimafreundliche und möglichst zugleich klimaangepasste nachhaltige Quartiers- und Stadtentwicklung und -planung unterstützt werden?
  • Welchen Beitrag können Technologien wie Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Brennstoffzellen und (strombasierte) erneuerbare Wärme im Gebäudebereich und in der Quartiersentwicklung leisten?
  • Wie kann langfristig über mehrere Legislaturperioden Verlässlichkeit und Akzeptanz für die Umsetzung einer Strategie hin zu einem nahezu klimaneutralen Gebäudebestand gesichert werden?