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Energiewirtschaft

Die Energiewirtschaft ist der stärkste Verursacher von Treibhausgasemissionen und weist die größten technisch-wirtschaftlichen Minderungspotenziale auf. Der Energiesektor muss also einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Emissionen aus der Strom- und Wärmeerzeugung waren im Jahr 2013 für ca. 40 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Bei der Strom- und Wärmeerzeugung schlägt insbesondere die Verbrennung fossiler Energieträger zu Buche.

Potenziale
Von 1990 bis 2013 ist es durch eine Vielzahl von klima- und energiepolitischen Maßnahmen gelungen, die Treibhausgasemissionen im Sektor Energiewirtschaft von 468 Millionen Tonnen auf 377 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente um knapp 20 Prozent zu senken. Bis 2050 sind erhebliche weitere Minderungen nötig und möglich.

Herausforderungen & Transformative Pfade
Eine Reihe von Minderungsoptionen in anderen Sektoren beruhen auf dem Einsatz fossiler Brennstoffe zur Stromproduktion. Der Klimaschutzplan adressiert deshalb auch die Querbezüge zwischen den einzelnen Handlungsfeldern.

Wesentliche Herausforderungen dabei sind:

  • Wie kann der nahezu vollständige Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern in der Stromerzeugung bis zum Jahr 2050 gelingen? (Klimaneutralität)
  • Wie können die Energieeffizienzpotenziale in diesem Bereich gehoben werden?
  • Welchen Beitrag kann und sollte der Emissionshandel hierbei haben?
  • Wie kann dieser Wandel struktur- und sozialpolitisch bestmöglich begleitet werden?
  • Wie hoch ist der Bedarf an erneuerbaren Energien neben der Stromerzeugung in den Sektoren Wärme und Verkehr? Welche Potentiale gibt es hierfür mittel- und langfristig und welcher entsprechende Ausbaukorridor ist dafür sektorübergreifend erforderlich und nachhaltig umsetzbar? Welche Ausbaupfade sind dann für die einzelnen Technologien erforderlich und nachhaltig umsetzbar?
  • Wie erreichen wir Akzeptanz für das rechtzeitige Gelingen des Netzausbaus?
  • Welchen Anteil fossiler Kraftwerke brauchen wir für eine Übergangszeit und wie lange?
  • Welche Potentiale gibt es für eine nachhaltige Nutzung von Biomasse (auch in anderen Sektoren, unter Berücksichtigung des Naturschutzes, der begrenzten Flächenpotentiale und der Nutzungskonkurrenz zu Nahrungs- und Futtermitteln)?
  • Wie gewährleisten wir auf diesem Wege auch langfristig Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit und schaffen die dafür erforderliche Akzeptanz?
  • Welche Rolle spielen dezentrale Energieversorgungskonzepte?
  • Wie können wir die Potentiale des EU-Binnenmarktes (z. B. beim EE-Ausbau, Speicherkapazitäten, gesicherte Kraftwerksleistung) optimal nutzen?
  • Wie können Strom und Wärmemarkt enger miteinander verknüpft werden unter Einbeziehung des Verkehrsbereichs?